Reiten auf Glatteis
von Gast » 23.01.2006, 20:28
Heute bin ich sofort nach der Schule in den Stall gefahren. Ich wollte nach Lyfting sehen, denn ich war wegen Schulaufgaben länger nicht im Stall gewesen. Ich schnappte mir gleich das Halfter uns holte sie vom Paddock. Es war ziemlich glatt und ich wäre beinahe hingeflogen. Lyfting wieherte mir leise entgegen, als sie mich kommen sah und ich gab ihr nach Knuddeln ihr Begrüßungsmörschen. Sie fraß gierig und mit einem mehr oder weniger besorgten Blick sah ich mir ihren Dickbauch an, der allerdings mit FDressen nichts zu tun hatte. Langsam begann man deutlich zu sehen, wie Lyftings Fohlen wuchs. Ich tätschelte ihren Hals und führte sie zum Putzplatz. Unterwegs kamen wir nur mühsam vorwärts, sowohl mein Hoppa, als auch ich hatten ziemliche Schwierigkeiten mit dem Boden. Nach kurzem Putzen und satteln (diesmal only mit Sattelkissen) ging es los. Warm verpackt mit allem drum und dran stieg ich auf. Ich konnte mein Bein kaum heben, aber wenigstens war mir warm. Als ich nach langer Quälerei dann doch oben saß war Lyfting voller Ungeduld schon ein paar Schritte ohne mich gegangen und ich depperte mit dem linken Bein voll gegen das Hoftor. Lyfting erschreckte sich und schaute verdattert nach hinten. Ich beruhigte sie, ließ sie stehen und richtete meine Bügel. Dan ließ ich sie antreten. Sie hatte einen schwungvollen Schritt und man merkte, dass sie richtig Lust hatte, wieder geritten zu werden. Ich beschloss die lange Runde zu gehen und auf halbem Weg die dann abzukürzen, über einen geraden Feldweg, wo ich galoppieren würde. Also gings los durch den Wald. Im Schritt machte ich Dressurübungen, ließ Lyfting Schenkelweichen und holte mir mit Paraden und Reiten in Stellung ihre Aufmerksamkeit und ihre Hinterhand. Sie wurde rund und fing an zu kauen. Sofort machte ich zur Belohnung die Faust auf und brav behielt sie die Zügelverbindung bei. Ich lobte sie mit tiefer Stimme und arbeitete weiter. Sie war gespannt und reagierte fein und sofort auf alle meine Hilfen. Ich hatte sie richtig heiß gemacht, sie war super nervös. Im Wechsel ließ ich sie halten und antreten und schließlich konnte ich es selber nicht mehr sehen, wie sie sich abmühte, nicht loszurennen und ließ sie antraben. Das verlief ganz zivilisiert und Lyfting trabte schön, mit schwingender Hinterhand und immer noch rund. Sie schäumte schon und es tropfte ihr runter auf den Boden. Auf einmal machte es einen Rumms und Lyftings gesamte rechte Beinseite rutschte zu rSeite weg. Sie konnte sich noch fangen und rappelte sich gleich wieder auf. Ich war geschockt und parierte durch. Der Weg vor mir war völlig vereist und man hatte keine Chance weiterzukommen. Als ich nach hinten blickte war frei und ich entschloss mich gegen den Willen meines Ponys umzukehren. Sie protesetierte und ´drängte wieder in die andere Riichtung, ich setzte mich aber durch. Als wir wieder auf der Teerstraße waren war sie noch nicht wirklich gelaufen und so töltete ich an. Zuerst war es nicht taktklar, eher trabig, aber mit ein paar Paraden und mehr Schenkeldruck wurde ihr Tölt ganz gut. Sie lief schön mit guter Aktion und als sie sicher´war ließ ich sie bis ins hohe Tempo verstärken. Da trabte sie dann irgendwann aus, vermutlich hatte ich die Spannung verloren oder sie nicht genug gespannt. Natürlich lobte ich sie und als wir im Stall ankamen schwitzte meine Stute auch schon leicht. Ich gab ihr ihr Fressen, mit extra Müsli mit vieeeeelen Vitaminen und legte ihr die Abschwitzdecke drauf. Ich räumte alles auf und stellte sie dann, als sie aufgefressen hatte wieder auf den Paddock zurück. Zum Abschiedgabs ein Küsschen und ein Leckerli und dann legte sich Lyfting erst mal mit Gletta an und machte ihr den Platz an der Futterraufe streitig.